Inspirierende Gedanken
der Referenten der 6. Markenkonferenz B2B

Im Folgenden finden Sie ausgewählte Gedanken
zur 6. Markenkonferenz B2B am 30. November 2011 in Würzburg,
zusammengestellt von Dr. Karsten Kilian von
Markenlexikon.com:

Musiol: Grußwort - 5 Thesen zur Zukunft des Marketings
  • These 4: Das Markenerleben der Menschen ist die Richtschnur für erfolgreiches Marketing.
  • Leitidee: Mehr Nähe!

Kilian: Markentechnik B2B: Markenwerte, welche Markenwerte?
  • Viele B2B-Unternehmen sollten mehr Markenarchäologie betreiben. Damit lassen sich fast immer die richtigen Markenwerte herausarbeiten.
  • Viele Unternehmen setzen fälschlicherweise Design und Identität gleich. Und wenn sie über eine Identität verfügen, dann enthält sie meist austauschbare Werte wie Innovation, Tradition, Qualität und Vertrauen.
  • Mahnung: Eine gute Markenstrategie ist kein Ersatz für eine schlüssige Unternehmensstrategie!
  • Appell: Bringen Sie Ihre Marke auf Kurs - und reden Sie intern und extern darüber, so oft Sie können!

Petracca: Jeder Mensch führt anders -
Chancen und Risiken sinnstiftender Markenwerte

  • Die Marke ist bereits vorhanden. Man muss sie "nur noch" in Worte fassen.
  • Zitat: „When people don‘t have a mission to fight for, they fight each other.“ (Autor unbekannt)
  • Fazit: Marke kann man nicht zukaufen!

Korten (GLS Bank): Strategische Entwicklung von Markenwerten
und operative Umsetzung

  • "Wir brauchen Bilder einer Zukunft, die wir wollen!"
  • Die Marke ist unser "Tafelsilber".
  • Tipp: Die Mitarbeiter von Anfang an einbinden (und nicht allein die Führungskräfte die Markenidentität entwickeln lassen)!
  • Empfehlung: Entwickeln Sie eine Nr. 1-Positionierung (bestehend aus Kategorie, Kriterium und Bezugssystem).
  • Zitat: "Brillante Ideen sind organisierbar." (Julius Robert Oppenheimer)
  • Fazit: Marken brauchen Führungskräfte als Vorbilder!

Reich/Kleimann (MAN Truck & Bus):
Interne Verankerung von Markenwerten

  • Die Herausforderung: Schaffe Differenzierung auf Basis homogener Produkte.
  • Abstrakte Unternehmenswerte wie "innovativ" lassen sich auf Produktebene konkretisieren z.B. zu "effizient".
  • Es wurde deutlich: Markenverankerung ist kein Projekt, sondern ein Dauerthema!
  • Erkenntnis: Menschen und Marken machen den Unterschied.
  • Fazit: "Die Marke ist ein Leuchtturm, der Orientierung gibt - uns und unseren Kunden!"

Baerwolff/Klug (STILL): Wie Marke durch Mitarbeiter lebt
  • Wenn es um Marke geht, kommen die Kunden gleich nach (!) den Mitarbeitern.
  • Den Mitarbeitern gilt es mit Hilfe der Marke "Sinn" zu geben.
  • Erkenntnis: Das größte Problem sind langjährige Mitarbeiter, nicht die Azubis.
  • Fazit: Marke fängt ganz oben an!

Roggmann/Häußler (Hartmann): Mitarbeiter als Erfolgsfaktor
  • Wenn ein alter Slogan (1938-1967) die Markenidentität auf den Punkt bringt, darf und sollte man ihn auch wieder nutzen (vgl. Kilian, Stichwort: Markenarchäologie). Seit 2008 heißt es deshalb wieder: "Hartmann hilft heilen". (Zudem eine klangvolle Alliteration!)
  • Marke implementieren heißt Dialoge anregen. Dabei gilt: Führung von Veränderung bedeutet Veränderung der Führung!
  • Internal Branding braucht (Mut und) Ausdauer.
  • Wertschätzung wirkt als emotionaler Türöffner.
  • Marken-Termini (Fachchinesisch!) verhindert das Involvement der Mitarbeiter.
  • Die Verknüpfung mit unternehmensrelevanten Themen erleichtert das Involvement der Mitarbeiter.
  • Eine Galionsfigur (der Chef!) erhöht die Verbindlichkeit.
  • Fazit: Interne Markenverankerung muss Chefsache sein!

Landhäußer/Soukup (Mader): Erst Werte leben, dann Marke bilden
  • Erkenntnis: Die Charaktäre der Führungskräfte müssen zur Marke passen!
  • Eine schlüssige Marktdefinition (Fokus auf Druckerzeugung und Pneumatik) erleichtert die Markendefinition und sorgt für mehr Markterfolg.
  • Manchmal muss der Chef auch etwas wagen, z.B. wenn die Azubis aus eigenem Antrieb heraus einen eigen(willig)en Beitrag zur Umsetzung des Messekonzeptes leisten möchten (Stichwort: Batman) ... der sich später als voller Erfolg herausstellt.
  • Bei Visualisierungen z.B. kann es durchaus Sinn machen, die Mitarbeiter schon im Vorfeld einzubeziehen, z.B. indem über die beiden finalen Gestaltungsvorschläge abgestimmt wird... .
  • Fazit: Erst müssen die Markenwerte gelebt werden, bevor sich eine starke Marke (heraus)bilden lässt. (Letztendlich ist ein Markenprofil nur der Ausdruck des (seit Jahren) real Erlebten!)

Tomczak (Universität St. Gallen): Aus Mitarbeitern
Brand Champions machen

  • Es gilt: Der Führungsstil macht den Unterschied. Manche Unternehmen sind deshalb (leider!) hoffnungslose Fälle.
  • Letztendlich gibt es nur einen Führungsstil(mix), wenn man eine starke Marke aufbauen möchte. (50% Transaktionale Führung und 100% Transformationale Führung = Fordern und Fördern)
  • Es braucht Commitment, es braucht Stolz!
  • Der Schlüssel zum Erfolg heißt Transformationale Führung!
  • Zitat: “Leadership ist nicht, Leute dazu zu bringen, Dinge zu tun, die sie nicht tun wollen, sondern Leute dazu zu befähigen, Dinge zu leisten, von denen sie niemals glaubten, sie erzielen zu können.” (Peter Drucker)
  • Fazit: Der Führungsstil macht den Unterschied!

Fazit von Konferenzmoderator Dr. Karsten Kilian
von Markenlexikon.com:

  • Langfristiger Markenerfolg erfordert Mut und Beharrlichkeit bei der internen und externen Entwicklung und Vermittlung der Markenwerte.
  • Dabei gilt: Die Mitarbeiter machen den Unterschied. Machen Sie mit!

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